EU-AI-Act ab 2. August 2026: Was Unternehmen beim Einsatz von KI-Software wissen müssen

15.01.2026

Ab dem 02. August 2026 gilt der EU-AI-Act weitgehend*. Erfahren Sie, was das für Anwender von Software mit Künstlicher Intelligenz (KI) bedeutet, welche Pflichten wichtig sind und wie wir KI im KORAKTOR® transparent und verantwortungsvoll integrieren.

EU-KI-Verordnung 2026: Warum der EU-AI-Act für Unternehmen relevant ist

Mit dem EU-AI-Act schafft die Europäische Union erstmals einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Verordnung ist ab dem 02.08.2026 weitgehend anwendbar , einzelne Regelungen greifen bereits ab dem 02.02.2026. Ziel ist es, KI sicher, transparent und vertrauenswürdig nutzbar zu machen – für Unternehmen ebenso wie für Mitarbeitende und Kunden.

Wichtig für Unternehmen ist: Der EU-AI-Act richtet sich nicht gegen den Einsatz von KI. Vielmehr soll die EU-KI-Verordnung Innovation ermöglichen und gleichzeitig klare Leitplanken setzen. KI soll unterstützen, nachvollziehbar bleiben und kontrolliert eingesetzt werden.

AI-Act Compliance: Bin ich als Unternehmen betroffen - Anbieter vs. Anwender?

In den meisten Fällen sind Unternehmen nicht als Anbieter, sondern als Anwender von KI-Software betroffen. Sie entwickeln keine eigenen KI-Systeme, sondern nutzen Software, in der KI-Funktionen integriert sind.

Die Verantwortung für technische Umsetzung, Risikobewertung und Konformität liegt beim Softwareanbieter. Unternehmen als Anwender müssen jedoch wissen, ob und wofür KI eingesetzt wird und wie sie den Arbeitsalltag unterstützt. Damit wird KI-Transparenz zu einem zentralen Bestandteil der AI-Act Compliance.

KI in Unternehmenssoftware: Welche KI-Funktionen sind relevant?

KI wird zunehmend in bestehende Unternehmenssoftware integriert, meist nicht als vollautomatische Entscheidung, sondern als intelligente Unterstützung. Typische Einsatzfelder sind Auswertungen, Empfehlungen oder Assistenzfunktionen, die Prozesse vereinfachen und bessere Entscheidungen ermöglichen.

Auch im KORAKTOR® arbeiten wir an der Integration von Künstlicher Intelligenz. Unser Fokus liegt dabei auf sinnvoller Unterstützung der Anwender. Die Kontrolle bleibt beim Menschen, während KI hilft, Informationen schneller zu erfassen und Zusammenhänge besser zu erkennen.

EU-AI-Act Zeitplan: Was gilt ab 2025, 2026 und 2027?

  • 2025 - Orientierung und Vorbereitung: Überblick über eingesetzte KI-Software und erste Auseinandersetzung mit der EU KI Verordnung.
  • 02. Februar 2026 - Erste verbindliche Regelungen des EU AI Act treten in Kraft, insbesondere zu Governance und verbotenen KI-Praktiken.
  • 02. August 2026 - Der EU AI Act für Unternehmen wird weitgehend anwendbar. AI Act Compliance wird für Anbieter und Anwender relevant.
  • ab 2027 - Vollständige Durchsetzung der EU KI Verordnung und verstärkte Marktüberwachung.

Die 4 Risikoklassen der KI (Bilder: von Dimmel-Software)

Hochrisiko-KI im EU-AI-Act: Was bedeutet „High Risk“ für Unternehmen?

Die EU-KI-Verordnung unterscheidet KI-Systeme nach ihrem Risiko. Von Hochrisiko-KI spricht man, wenn KI erhebliche Auswirkungen auf Menschen haben kann, etwa bei Entscheidungen über Beschäftigung, Bildung, Kreditvergabe oder Sicherheit.

Für viele Unternehmen gilt: Klassische Business-Software ist in der Regel keine Hochrisiko-KI. Softwareanbieter müssen entsprechende Systeme klar kennzeichnen. Anwender müssen diese Einordnung verstehen, sind jedoch nicht für die technische Einstufung verantwortlich.

AI-Act Anforderungen und KI-Transparenz: Was müssen Anwender wissen?

Zu den zentralen AI-Act Anforderungen gehört die Transparenzpflicht. Unternehmen sollen erkennen können, wann KI eingesetzt wird, welche Aufgaben sie übernimmt und wie Ergebnisse zustande kommen. KI darf keine Blackbox sein.

Anwender sollten daher intern festhalten, wo KI genutzt wird und zu welchem Zweck. Die technische Dokumentation liegt beim Softwareanbieter, während Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeitende über den KI-Einsatz informiert sind. Diese Grundsätze berücksichtigen wir bereits heute bei der Weiterentwicklung des KORAKTOR®.

Fazit: EU-AI-Act 2026 als Chance für verantwortungsvolle KI

Der EU-AI-Act ist kein Hemmnis, sondern schafft Klarheit und Vertrauen im Einsatz von KI-Software. Unternehmen profitieren langfristig von transparenteren Systemen und höherer Software-Qualität.

Für unsere Kunden bedeutet das: KI-Funktionen im KORAKTOR® werden verantwortungsvoll, nachvollziehbar und im Einklang mit der EU-KI-Verordnung umgesetzt. Bei Dimmel-Software verstehen wir KI als Unterstützung für Menschen - und entwickeln unsere Lösungen entsprechend sicher und zukunftsfähig.


Ihr Team der Dimmel-Software


*Quelle: https://ai-act-law.eu/ ,

https://www.europarl.europa.eu/topics/en/article/20230601STO93804/eu-ai-act-first-regulation-on-artificial-intelligence